Philokartie📯






von Autor und Sammler Stefan Jürgens aus Laufach bei Aschaffenburg.

Von Philokartie spricht man mit der ersten Postkarte ab 1895. Es folgten diverse Drucktechniken, noch heute gebräuchlich. Hierzu in auch in Verbindung stehend, die massige Verbreitung von Fotografie auf Postkarten, obwohl diese als CARTE DE VISITE (Abkürzung CdV) ab 1860 bereits weite Verbreitung fand. Das Standardmaß der CARTE DE VISITE war 6x9cm (auch als Visitenkartenformat bekannt). Später sogar in Größen bis 12x18cm. 

Ab 1915 endete die Ära der CdV und die erste große Welle der Postkarte. Die Blütezeit historischer Postkarten war jedoch von 1895 bis 1949. Ab 1950 wurde die Postkarte dann zu einem eher unbedeutenden Massenartikel von Urlauben und als Mitbringsel, bis Ende der 90er Jahre. Ab Ende der 90er Jahre ist dann der Versand von Postkarten rückläufig. Nicht zuletzt auch wegen Computer, Internet, eMail und Social-Media.

https://www.youtube.com/watch?v=h5BIkUNllwI

DIE PHILOKARTIE ALS WERTANLAGE!?

Nein, um es gleich vorweg zu nehmen. Trotz schätzungsweise 1 Million Sammler alleine in Europa an Philokartie. Historische Postkarten sind keine verlässliche Wertanlage wie beispielsweise Edelmetalle in Form von Goldmünzen.

Vielmehr regelt sich der Markt noch immer nach gefühlsmäßigem Angebot und Nachfrage. Am "wertvollsten" sind hier oftmals "gelaufene bzw. in Umlauf gebrachte" Postkarten. 

Der Preis bildet sich daneben aus Druckauflage, Druckart, Abbildung, Anlass, Handschrift und Postwertzeichen. Einzig Auktionshäuser und Großhändler können hier bei geringen Gewinnmargen noch davon leben.







Lexika Wikipedia "Philokartie"